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01. February 2012 00:00

Neu! "Tödliche Geschichte(n)"

von Torsten Hänel in Publikationen
Selbsttötungen in Kursachsen im Spannungsfeld von Normen und Praktiken (1547–1815). Eine Studie von Alexander Kästner.

Selbsttötungen provozieren.

Sie stellen das menschliche Leben in Frage, erfordern eine Reaktion und bedürfen der Deutung. Warum hat sich ein Mensch das Leben genommen? Wie stehen wir als Gesellschaft dazu … und was sagt Gott?

Noch heute zeigt die gängige Bezeichnung ›Selbstmord‹ an, dass Selbsttötungen einst als Sünde und Verbrechen gesehen wurden. Am Beispiel Kursachsens wird gezeigt, wie Menschen in der Frühen Neuzeit Selbsttötungen deuteten und auf diese in ihrer Lebenswelt reagierten. Dabei wird gefragt, in welchem Verhältnis Praktiken und Normen zueinander standen und wie sich diese vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert veränderten.

Der Autor wurde mit vorliegender Studie im Jahr 2010 an der Technischen Universität Dresden promoviert.
 
Alexander Kästner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit in Dresden.

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Alexander Kästner:
"Tödliche Geschichte(n) - Selbsttötungen in Kursachsen im Spannungsfeld von Normen und Praktiken (1547–1815)" 2011, 688 Seiten, br., erschienen bei UVK ISBN 978-3-86764-320-7

 

 

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